Mit neuen Bestattungsideen der Konkurrenz begegnen

Tauchen Sie ein in die Sehnsuchtslandschaften Berlins

Inzwischen finden rund 40 Prozent der jährlich rund 800 Beisetzungen in unseren umgestalteten Grabfeldern statt.
Thomas Höhne, Landschaftsarchitekt und Friedhofsverwalter der Luisen-Kirchengemeinde in Berlin

Die Transformation auf den Friedhöfen der evangelischen Luisen-Kirchengemeinde in Berlin-Charlottenburg war anfangs nicht geplant, sagt Thomas Höhne, Landschaftsarchitekt und Friedhofsverwalter der Luisen-Kirchengemeinde in Berlin-Charlottenburg. Die Veränderungen haben sich durch Zuhören („Kundenwünsche“) und durch die Orientierung an Leitkriterien entwickelt. Das Konzept ist dadurch organisch gewachsen. Der Ort strahlt Ruhe und Frieden aus. Inzwischen gibt es zehn landschaftlich geprägte Grabfelder, die den ruhigeren Friedhofsbereich prägen: Buchenhain, Italienischer Hain, Rosenreihengräber, Lindenhain, Kiefernheide, Eichenheide, Lichtwald, Ölberg, Alpinum, Schärengärten und Fjordwiesen. Darüber hinaus können die Berliner Bürger mit der Luisengemeinschaft, der Rousseauinsel und zahlreichen alten Patenschaftsgräbern historisch geprägte Angebote auswählen.

Jeder Friedhof ist anders – und doch haben sie eines gemeinsam: Sie sind Orte des Gedenkens, der Trauer, aber auch des Austauschs. Damit Friedhöfe wieder mehr Bedeutung im Alltag bekommen, müssen sie sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln. Dabei ist meist keine Grunderneuerung vonnöten, sondern eine Veränderung auf behutsame Weise.

Auch auf den Friedhöfen der evangelischen Luisen-Kirchengemeinde in Berlin-Charlottenburg hat sich einiges getan in den letzten Jahren. Vielleicht kennen Sie Thomas Höhne, der die Transformation in Berlin angestoßen hat und sie begleitet, ja schon von einer Veranstaltung. Er spricht über den Wandel hin zu einem Miteinander: klassische Grabstellen neben alternativen, naturnahen Angeboten. Was er und sein Team in Berlin auf die Beine gestellt haben, begeistert – und steckt an!
Dabei wird schnell klar: Es braucht Fachwissen und ein gutes Gespür dafür, was sich an einem konkreten Ort tatsächlich umsetzen lässt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – sowohl die neue Raumqualität als auch die besondere Atmosphäre kommen bei Besuchern wie Fachleuten gut an.

Falls Sie jetzt denken: „Klingt schön, aber sowas geht doch nur auf großen Friedhöfen mit viel Geld und Know-how“. Keinesfalls. Schauen Sie sich die Beispiele aus Berlin an. Ideen lassen sich auf kleine Friedhöfe herunterbrechen. Jeder Friedhof ist und bleibt dennoch individuell.

Foto: privat

Foto: privat

Damit Friedhöfe wieder sichtbarer werden,
sind klassische Grabstellen neben alternativen, naturnahen Angeboten eine sinnvolle Idee.
Therese Backhaus-Cysyk

Moderne Trauerorte

Individuelle Lösungen schaffen

▶ Neue Konzepte nicht nur für die „Großen“

▶ Pflegekosten dank Umgestaltung reduzieren

▶ Atmosphäre und Raumqualität verbessern

Nutzen für den Bürger transparent machen

Fotos: Thomas Höhne, Green Solutions, Coloures-Pic - stock.adobe.com | Videos: Thomas Höhne | Texte: Thomas Höhne, Therese Backhaus-Cysyk

Entdecken Sie den Friedhof der Berliner Luisenkirchengemeinde mit der interaktiven Karte